Zucht & Welpen / Jagdteckel von der Ringburg in Sigmaringendorf
Auf dem Foto sieht man die 7 Wochen alten Welpen aus dem B-Wurf: BarneFranzFerdl, Barny, Benno-Fritz und Bendis

Bei der Auswahl des Deckrüden achten wir sowohl auf die jagdlichen Leistungen als auch auf das soziale Verhalten und die Gesundheit der Ahnen, Geschwister und Nachkommen. Außer der Genetik ist es uns auch wichtig, den Rüden aus der Praxis zu kennen. 

Ziel unserer Zucht ist es kleine Vollgebrauchshunde zu züchten, die sowohl jagdlich als auch nicht-jagdlich überzeugen.

Wir bitten von Anfragen abzusehen, wenn: Sie kein*e Jäger*in sind, keine entsprechende Auslastung möglich machen können oder Sie sich keine Gedanken gemacht haben, was ein passionierter Jagdhund an Bedürfnissen hat.

 

 

 

 

 

Von der Verpaarung bis zur Welpenabgabe

Die Versorgung unserer Hundemütter
Eine Trächtigkeit und die anschließende Aufzucht eines Wurfes stellen für eine Hündin eine enorme körperliche und seelische Leistung dar. Als verantwortungsvoller Züchter begleiten wir unsere Hündinnen in dieser Zeit besonders aufmerksam – von der Planung der Verpaarung bis weit über die Welpenabgabe hinaus.


Vor der Trächtigkeit
Bereits vor einer geplanten Verpaarung steht die Gesundheit unserer Hündin im Mittelpunkt. Dazu gehören eine tierärztliche Untersuchung, aktuelle Impfungen sowie ein guter, stabiler Ernährungs- und Fitnesszustand. Nur eine Hündin, die körperlich und im Wesen bereit ist, wird von uns zur Zucht eingesetzt – Alter, Gesundheitszeugnisse und ausreichende Erholungszeit zum letzten Wurf spielen dabei eine entscheidende Rolle.


Während der Trächtigkeit
In den ersten Wochen nach dem Deckakt verändert sich für die Hündin äußerlich meist wenig, weshalb regelmäßige tierärztliche Kontrollen (unter anderem per Ultraschall) wichtig sind, um Trächtigkeit und Welpenzahl frühzeitig einzuschätzen. Mit fortschreitender Trächtigkeit passen wir Fütterung und Bewegung schrittweise an: Die Ration wird angereichert und erhöht, während anstrengende körperliche Belastung reduziert wird. Ruhe, Stressfreiheit und ein fester Rückzugsort gewinnen zunehmend an Bedeutung, damit sich die Hündin in aller Ruhe auf die Geburt vorbereiten kann.


Die Geburt
Rund um den Geburtstermin wird die Hündin engmaschig beobachtet. Ein ruhiger, warmer und vertrauter Wurfplatz gibt ihr die notwendige Sicherheit. Wir sind während der Geburt durchgehend präsent, um bei Komplikationen sofort reagieren und im Ernstfall tierärztliche Hilfe hinzuziehen zu können.


Die Zeit nach der Geburt (Säugezeit)
Die ersten Wochen nach der Geburt sind für die Mutterhündin die anstrengendste Phase: Das Säugen mehrerer Welpen kostet sie enorm viel Energie, weshalb der Nährstoff- und Kalorienbedarf in dieser Zeit deutlich ansteigt – oft auf ein Vielfaches der normalen Erhaltungsration. Gleichzeitig braucht die Hündin ausreichend Rückzugsmöglichkeiten, in denen sie sich von den Welpen kurzzeitig lösen und erholen kann, ohne dabei den Kontakt zum Wurf zu verlieren.


Mit zunehmendem Alter der Welpen
Sobald die Welpen mobiler werden und zufüttern, entlastet dies die Mutterhündin zunehmend. Wir achten in dieser Phase besonders darauf, dass sie selbst genug Zeit und Raum für Erholung, Bewegung und auch für ihre eigenen Bedürfnisse außerhalb der Wurfkiste erhält – ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Fürsorge für die Welpen und eigener Regeneration ist uns wichtig.


Nach der Welpenabgabe
Auch nach dem Auszug der Welpen begleiten wir die Rückkehr der Hündin in ihren gewohnten Alltag achtsam: Futterration und Bewegungsumfang werden schrittweise wieder auf das normale Maß zurückgeführt, und wir beobachten genau, wie sie sich körperlich wie seelisch von der intensiven Zeit erholt, bevor über einen möglichen weiteren Wurf überhaupt nachgedacht wird.

Die Aufzucht der Welpen
Parallel zur Fürsorge für die Mutterhündin begleiten wir von Anfang an auch die Entwicklung der Welpen selbst intensiv. Die ersten Lebenswochen prägen einen Hund für sein ganzes Leben – hier legen wir den Grundstein für gesunde, wesensfeste und aufgeschlossene Vollgebrauchshunde.


Die ersten Tage – Vegetative Phase
In den ersten zwei Lebenswochen sind die Welpen vollständig auf ihre Mutter angewiesen: Sie können weder sehen noch hören und finden sich allein über Wärme und Geruch zur Zitze. Wir kontrollieren in dieser Zeit täglich Gewicht und allgemeines Befinden jedes einzelnen Welpen, um frühzeitig eingreifen zu können, falls ein Welpe nicht ausreichend zunimmt.


Übergangs- und Prägungsphase
Ab der dritten Woche öffnen sich Augen und Ohren, die Welpen beginnen zu laufen und ihre Umgebung aktiv zu erkunden. Genau jetzt beginnt die für das spätere Wesen so entscheidende Prägungsphase: Wir setzen die Welpen behutsam unterschiedlichen Reizen aus – neue Untergründe, Alltagsgeräusche, verschiedene Menschen und erste, sanfte Kontakte zu anderen Hunden. So schaffen wir die Grundlage für Selbstsicherheit und Belastbarkeit im späteren Leben.


Zufütterung und Entwöhnung
Etwa ab der vierten Woche beginnen wir mit dem behutsamen Zufüttern, während die Welpen weiterhin bei der Mutter saugen dürfen. Die Futterration wird über die folgenden Wochen schrittweise erhöht, während die Muttermilch zunehmend an Bedeutung verliert. Dieser sanfte Übergang entlastet die Mutterhündin und bereitet die Welpen gleichzeitig auf ihre spätere, eigenständige Ernährung vor.


Sozialisierung mitten im Familienleben
Unsere Welpen wachsen nicht isoliert in einem Zwinger auf, sondern mitten im Familienalltag. Haushaltsgeräusche, der Kontakt zu unseren Kindern, unterschiedliche Tageszeiten und -abläufe – all das gehört für sie von klein auf dazu. Diese frühe, alltagsnahe Sozialisierung ist einer der wichtigsten Bausteine für einen ausgeglichenen, menschenbezogenen und umweltsicheren Hund.


Gesundheitliche Kontrollen
Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen, Entwurmungen und die ersten Impfungen gehören ebenso zur Aufzucht wie eine kontinuierliche Gewichts- und Entwicklungskontrolle. Erst wenn wir sicher sind, dass ein Welpe gesund, gut sozialisiert und ausreichend entwickelt ist, geben wir ihn in sein neues Zuhause.


Der Auszug
Mit rund acht bis zehn Wochen sind unsere Welpen bereit für den Wechsel in ihre neue Familie. Auch wenn dieser Moment für uns immer mit einem weinenden und einem lachenden Auge verbunden ist – wir wissen, dass wir jedem Welpen die bestmögliche Grundlage für ein langes, gesundes und glückliches Hundeleben mitgegeben haben.

"Ein kostbarer Augenblick ist wie ein schönes Lied, es verklingt und hat doch Dein Herz berührt."     Shivani Isabel Prinke

 

 

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